Quicklinks: Oreoi, Ormos Atalantis, Limni Boatyard, Heimfahrt  
Achillio - Evia Orei, 11,4 nm Sonntag, 13.06.2021
Maria fährt mit dem Auto per Fähre zum Hafen von Orei auf Evia. Ich überführe die Walkabout nach Orei und komme mit dem Alleinsegeln noch gut klar.

Ich umrunde die kleine Insel Argyronisos mit ihrem Leuchtturm.
Maria erwartet mich schon in Orei und hilft mir beim Festmachen.
Die Charterflotte der "Sailing Hollidays" haben sich im Hafen breit gemacht. Ich bekomme den letzten Liegeplatz an der Nordmole neben einem Fischerboot.
Auch ein Großteil der südlichen Mole wird von der Charterflotte belegt.
Bei dem berühmten Stier von Orei wird noch fleißig gebaut. Im letzten Herbst haben wir uns den Stier näher betrachtet.
Wir erkunden mit dem Berlingo die nähere Umgebung: Zuerst geht es nach Loutra Edipsou, dem "Baden Baden" unter den griechischen Thermalbädern.
Am südlichen Ortsrand gibt es eine Stelle, wo man das Thermalwasser kostenlos genießen kann.
Hier direkt am Meer ist das Wasser eher kühl und die helle Farbe im Wasser stammt nicht vom Schwefel sondern vom durch die Badenden aufgewühlten Sand.
Gegenüber am Hang führt ein schmaler Fußweg zu den heißen Quellen. Wir stehen erst mal Schlange vor den 2 Rohren aus denen das Thermalwasser sprudelt.
Nach 5 Minuten unter der heißen "Dusche" - Einheimische sagen uns, dass man nicht länger darunter bleiben soll - merken wir schon die ermüdende Wirkung des Thermalwassers auf unseren Kreislauf.
Wir schauen uns den kleinen Hafen von Loutra Edipsou an. Die Einfahrt ist nach Norden geöffnet und es gibt nur Platz für 2-3 Segelboote.
Die Einfahrt in den Hafen von Limni, unserem nächsten Ziel, ist besser gegen die vorherrschend Winde geschützt, aber auch hier muß man Glück haben, noch einen Platz zu finden.
Wir fahren weiter landeinwärts durch die Berge bis zum fast ausgestorbenen Bergdorf Koulouros und finden dort keine Geschäfte und keine Restaurants.
In den weitläufigen Wäldern von Nord-Evia  werden viele Kiefern angezapft um das Harz für den Redsina-Wein zu gewinnen.
Abschiedsessen in Orei. Hat uns von der Qualität nicht überzeugt: Oktopus verbrannt, Fische schlecht ausgenommen...Schade
Orei - Ormos Atalantis, 35,7 nm Donnerstag, 17.06.2021
Es ist windstill und wir motoren die ganze Strecke zur geschützten Bucht von Atalantis am Festland gegenüber der Insel Evia.
Hier treffen wir uns mit Georg und Manuela und ihrer Segelyacht "Sternchen".
Östlich der kleinen Insel Gaidaros machen wir an einer dicken Boje fest.

Georg und Manuela erwarten uns schon und besuchen uns mit ihrem Beiboot.
Begrüßungstrunk auf der "Walkabout".
Maria hat -extra für Georg- wieder ein vorzüglich mundendes Ziegenstifado vorbereitet.
Ormos Atalantis - Limni Boatyard, 11,5 nm Freitag, 18.06.2021
Freitag morgens haben wir schon die Fock abgenommen.
Manu und Georg laden uns nachmittags zu einem Cafe an Land ein.

Gegen 17:00 Uhr starten wir zu unserer letzten Fahrt in diesem Frühjahr: Es geht ostwärts nach Evia an die Boje vom Evia Boatyard nördlich von Limni.

Hier kommt das Boot über Sommer aus dem Wasser.
Evia Boatyard Freitag, 19.06.2021
Morgens gegen 8 Uhr erwarten uns schon die Mitarbeiter der Boatyard. Ich steuere die Walkabout auf das ins Wasser gelassene Fahrgestell und Charis, der Juniorchef des Familienbetriebes taucht und sorgt dafür, dass das Boot richtig auf dem Gestell zu liegen kommt.
  Der Seniorchef zieht das Boot an Land.
Mitte September 2019, vor fast 2 Jahren habe ich zum letzten mal Antifouling aufgetragen. Coronabedingt  lag des Boot ja zwei Winter im Wasser.
Den Propeller hatte ich mit Nautix A7 behandelt - wie man sieht mit mäßigem Erfolg.
  Nach der Hochdruckreinigung sieht das Unterwasserschiff schon wieder besser aus.
  Mit dem Kiel hatten wir ja in diesem Jahr in Porto Koufo Bodenberührung. Es sind zum Glück keine Schäden festzustellen.
  Auf dem Fahrgestell am Landliegeplatz.
  Sicher abgestützt.
An Land haben wir kostenlos Wasser und Strom, und wir können gemeinsam mit einer englischen Familie Toilette und Dusche in einem Apartment nutzen.
Wir zahlen nur 430 € für 3 Monate an Land incl. rein und raus und HD Reinigung.

Routinearbeiten an Land: Festmacher, Ankerleine und Kette vom Salz befreien, Fender waschen, Propeller reinigen etc.
Die Eigentümerfamilie ist sehr freundlich und hilfsbereit. Charis bringt mich zu unserem Auto nach Orei.
Maria und ich erkunden am Sonntag die nähere Umgebung.
Zunächst geht es zum Kloster des heiligen David, einem Wallfahrtsort der Einheimischen.
Entsprechend groß ist der Andrang am Sonntag.
und das Gedränge um die Klosterkirche.

In der Kirche werden wundertätige Reliquien aufbewahrt und man kann Wasser von einer heiligen Quelle trinken.
Unser nächstes Ziel ist der Wasserfall von Drymona - eigentlich sind es drei Wasserfälle hintereinander.
 
 
Tagsüber ist es jetzt schon ziemlich heiß in Griechenland und wir erfrischen uns - mehrmals täglich - am Livaditis Beach direkt vor dem Boatyard.
In Limni besuchen wir die direkt am Meer gelegene berühmte Eremitage des hl. Christodoulos, dem Gründer des großen Johannes-Klosters auf Patmos.
Christodoulos floh vor den Türken  und zog sich hierher zurück. Er starb hier im Jahre 1093 n. Chr.

Seine Gebeine wurden später wieder nach Patmos überführt.
Auf der ToDoListe steht noch die Wartung des Motors.
Das Einkreis-Kühlsystem wird mit Süßwasser durchgespült und anschließend Frost- und Korrosionsschutzmittel eingefüllt.
Der Diesel im Tank wird mit Grotamar konserviert.
Im Getriebe habe ich 0,2 l Öl nachgefüllt.
Die Motorfundamente sind überprüft und für gut befunden. Die Stopfbuchse ist ok.
Etwas Sorge bereitet mir der Motor-Abstell-Magnetschalter: Er scheint sehr heiß geworden zu sein: Der Lack ist verbrannt.

nach Budapest Donnerstag, 24.06.2021
Die Corona Zahlen gehen europaweit zurück , und Ungarn hat seine Grenze jetzt auch für Ausländer geöffnet.

Wir starten morgens früh gegen 4 Uhr von der Boatyard, damit wir noch rechtzeitig die erste Fähre von Agiokambos auf Evia nach Glyfa auf dem Festland erreichen.
Zwischenstopp im Örtchen Veles in Nord-Mazedonien.
Hier besichtigen wir zwei Christliche Kirchen,
und eine Moschee.
Wir wechseln 10 € und decken uns auf dem Markt mit frischem Obst und Gemüse ein. Die Lebensmittelpreise sind hier noch sehr niedrig. Voll bepackt mit unseren Einkäufen gehen wir zum Auto. Wir haben es nicht geschafft, die umgerechnet 10 € auf dem Markt auszugeben.
An den Grenzen stehen wir länger im Stau, werden aber dann doch durchgewunken.
Wir bleiben 10 Tage in Budapest und arbeiten im Haus und im Garten.
Budapest - Rüdesheim, 1050 km Sonntag, 04.07.2021
Wieder zurück in Rüdesheim: Unsere lieben Nachbarn haben sich um Haus und Garten gekümmert.