Quicklinks auf dieser Seite: Mit dem “Zurück-Knopf” des Browsers kommt man wieder hierher. Marina Messolonghi, Trizonia, Agia Kyriaki, Delphi, Thermopylen, Stylida, Meteoraklöster, Ioannina, “Spirit of Gaia” | |
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| In diesem Sommer fuhr ich mit meinem Fiat Ducato zum Boot. Auf dem Weg in den Süden besuchte ich noch zwei ehemalige Auszubildende und fuhr dann von Venedig bis Patras mit der Fähre. |
| In Griechenland angekommen (am 18.7.) besuchte ich zuerst Dieter, der mit seinem Boot bis zum nächsten Jahr auf Trizonia bleiben will. Ich brachte ihm, der schon lange nicht mehr in Deutschland war, Farbe und Hausmacher Dosenwurst mit. |
| Am Boot in Messolonghi wartete einiges an Arbeit auf mich: Zuerst mußte das Bootsdeck von Saharasand und Vogelkacke gesäubert werden. Ich testete die neue Solaranlage (2 x 30 W mit 10A Regler) an der Batterie für den Elektro-Außenborder und baute die Panels dann hinten rechts und links an der Reling ein. |
| Den Heckschaden vom letzten Jahr habe ich mit einem Gelcoat-Reperatur-Kit behoben. Leider ist die Farbe zu hell. Statt cremeweiß hätte ich besser hellelfenbein genommen. |
| Den Wasserpass habe ich ca. 10 cm höher gelegt, da die “Walkabout” infolge der Beladung tiefer liegt als im Originalzustand. Neues Antifouling habe ich aufgetragen: Wieder International Micron Extra EU; diesmal nur eine Schicht. |
| Am Mittwoch, den 24.7.2013 war dann der Krantermin. |
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| Hier schwimmt sie wieder am Außensteg der Marina Messolonghi. Die Segel sind aufgezogen, das Beiboot an Deck verpackt, Proviant und Trinkwasser habe ich eingekauft, die Reservekanister sind mit Diesel gefüllt, bei der Port Police habe ich mir die “nötigen” Stempel geholt... Es kann los gehen... wenn da nicht noch so Kleinigkeiten zu reparieren wären wie z.B. eine verstopfte Wasseransaugleitung zum WC... |
Freitag, 26.7.2013 |
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| Morgens will ich noch die Solarzelle an Backbord fertig montieren.. und was entdecke ich früh morgens: eine kleine Ratte im Cockpit... ... ich befördere sie ins Wasser... und sie schwimmt an Land. Hoffentlich war sie die einzige an Bord. |
| Gegen 10:00 Uhr geht es dann doch endlich los. Aber: der Drehzahlmesser tut es nicht und die Ladekontrolllampe brennt dauerhaft. Die Batterien werden also nicht geladen. Trotzdem fahre ich unter Motor weiter Richtung Trizonia und passiere wieder die Brücke zwischen Rio und Andirrio.
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| Auf Trizonia finde ich einen Liegeplatz ganz in der Nähe von Dieters “Jan van Gent”. |
| Ich schaue mir noch mal die Sicherungen des Sterling ProDigital an. Sie sind alle in Ordnung. Vermutlich ist der Regler der Lichtmaschine defekt. |
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Samstag, 27.7. - Dienstag, 30.7.2013 |
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| Wegen der technischen Probleme lasse ich mich aber nicht davon abhalten, mit Dieter ausgedehnte Spaziergänge über die Insel zu unternehmen. D.h. die Insel ist ja nicht riesig groß und nach ein paar Tagen hat man alle Wege erkundet... außer man geht querfeldein. |
| “Insider” unter den Yachties nehmen beim Wandern über die Insel immer einen Stock mit, um einerseits die Spinnen zu vertreiben, die ihre Fäden quer über die Wege ziehen, andererseits um gegen die giftigen Schlangen, die es hier geben soll, gewappnet zu sein. |
| Es gibt fast nur Feldwege auf Trizonia und die wenigen Einheimischen, die außerhalb wohnen, fahren mit dem Traktor oder mit Geländewagen. |
| Es gibt hier auch einen griechischen Selbstversorger-Öko-Bauern, der hier Land gekauft und es mit viel Fachwissen urbar gemacht hat. Jetzt hat er Probleme mit der Vermarktung. Die Einheimischen sind da wohl wenig kooperativ. |
Mittwoch, 31.7.2013 |
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| Heute fahre ich mit Dieter nach Nafpaktos. Dort gibt es eine Firma, die meine Lichtmaschine testen kann. Der Regler ist defekt und ich bekomme sogar einen passenden Neuen. In der Werkstatt funktioniert nun alles, zu Hause auf dem Boot geht die Ladekontrolllampe immer noch nicht aus. Merde. Abends essen wir zu sechst in einer der Gaststätten der Insel. Siegrid und Michael haben sich schon seit ein paar Jahren Trizonia als Dauerliegeplatz auserkoren. Schnorki und Reiner fahren morgen nach Messolonghi und nehmen mich mit. |
Donnerstag, 1. - 2.8.2013 |
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| Auf dem Weg nach Messolonghi lasse ich in Nafpaktos noch mal die Lichtmaschine testen: Am Prüfstand funktioniert alles wieder zufriedenstellend. Abends kommt ein Mechaniker der Firma zufällig nach Trizonia und schaut nach der
wieder eingebauten Lichtmaschine: Der Fehler liegt an einem mangelhaften Kontakt an einer Flachsteckhülse: Die Lima bekam dadurch keinen Erregerstrom und konnte nicht laden In Messolonghi hole ich meinen Bus, denn wir wollen in den nächsten Tagen eine kleine Rundreise machen. |
Freitag, 3.8.2013 |
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| Heute ist erst mal eine “Fahrt ins Blaue” geplant. |
| Auf dem Weg nach Norden kommen wir an diesem Denkmal vorbei. Es zeigt wohl eine Familie, die am Auswandern ist. In Griechenland gab es schon oft Auswanderer-Epochen, wenn das Land seine Bevölkerung nicht mehr ernähren konnte, oder wenn die Bevölkerung politisch verfolgt wurde. |
| Die Straßen werden immer schmäler und bald geht es über zunächst gut befestigte Feldwege weiter. |
| Wir erreichen schließlich unser Ziel: Agia Kyriaki (Leptokaria). |
| Hier gab es früher wohl neben der Kirche ein Kloster mit einzelnen Mönschszellen. Es gibt auch so was wie einen “heiligen Hügel”. |
| Hier eine “moderne Einraumwohnung” auf dem Kirchengelände. Im nahegelegenen Gasthaus lädt uns ein Grieche, der früher als Holzfäller in Kanada arbeitete, zu Kaffee ein. Wir fahren noch weiter Richtung Norden, müssen dann aber umkehren, da der Weg durch die Berge immer abenteuerlicher wird. |
| Für die nächsten Tage habe ich mit Dieter eine Mehrtagesfahrt über das griechische Festland geplant. Wir wollen dabei im Fiat Ducato übernachten und richten uns entsprechend ein. |
Montag, 5.8.2013 |
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| Von Trizonia aus geht es mit Zwischenhalt in Galaxidi zunächst nach Delphi , für mich zum dritten mal, aber es gibt hier immer noch was neues zu entdecken. z.B. habe ich mir den Rundtempel der Athene noch nie aus der Nähe betrachtet, da er außerhalb des Heiligtums liegt. Er bestand außen aus 20 dorischen Säulen, von denen 3 wieder errichtet wurden. Im Inneren war er mit korinthischen Halbsäulen ausgeschmückt. |
| Im eigentlichen Heiligtum schlossen wir uns einer deutschen Besuchergruppe an und lauschten den Worten der Fremdenführerin. In der Agora wurde später zu christlichen Zeiten eine Kirche errichtet. Das Kreuz zeugt noch davon. |
| Der Omphalos, der Mittelpunkt der damaligen Welt ist natürlich immer wieder sehenswert. |
| Die ersten Wahrsagungen des Orakels von Delphi fanden von diesem großen Stein aus statt. Erst eine spätere Wahrsagerin wechselte ins Innere des Apollon Tempels. |
| An der geplanten Weiterfahrt nach Lamia werden wir durch ein Feuer im Tal gehindert. Eine große Fläche mit Olivenbäumen steht in Flammen und die Polizei hat die Straße gesperrt. Zwei Löschflugzeuge sind im Dauereinsatz. |
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| Wir müssen zurück, wieder an Delphi vorbei und dann in Arachoba links ab in die Berge. Wir fahren durch ein sehr waldreiches und hochgelegenes Gebiet über Berge und durch Hochtäler mit einem Wintersportzentrum und kommen schließlich in die fruchtbare Ebene von Lamia. |
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| Wir besuchen die Thermalquelle in den Thermopylen, die intensiv nach faulen Eiern riecht. |
| Am Standbild des Leonidas machen wir eine Pause. |
| Leonidas, der König von Sparta, verteidigte sich hier vergeblich mit seinen letzten 300 Getreuen gegen die Übermacht der Perser.
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| In Stylida, der Hafenstadt von Lamia, wird Getreide für den Export verladen. |
| Wir übernachten am Strand von Stylida. |
Dienstag, 6.8.2013 |
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| Die Firma Vestas, die große Windkraftanlagen baut, hat ein Zwischenlager in Stylidas. |
| Unser Hauptziel dieses Tages sind die Meteora Klöster. Sechs der Meteora-Klöster sind heute noch in Betrieb, weitere wurden in den letzten Jahrzehnten renoviert mit Unterstützung der zuständigen Bezirksbehörde. Die Meteora-Klöster sind heute UNESCO Weltkulturerbe. Auch die Straßen hoch zu den Klöstern sind gut ausgebaut. |
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Wir besuchten als erstes das Kloster Megalo Meteoro, das älteste und größte. Erbaut wurde es ab Mitte des 14. Jahrhunderts. Es wurde öfters geplündert, brannte 1633 ganz nieder und wurde später wieder aufgebaut. Teile das Klosters, z.B. das ehemalige Altersheim, dienen heute als Museum, in dem auch kostbare Ikonen und Manuskripte ausgestellt sind. Das Volkskundemuseum zeigt theologisches und historisches von der osmanischen Zeit bis 1940. |
| Auch das Kloster Rousanou ist erst seit 1930 über Treppen und 2 Brücken erreichbar. Der Felsen Rousanou wird seit 1388 bewohnt; seit Ende des 16. Jahrhunderts besteht das Kloster in seiner heutigen Form. Das Kloster galt oft auch als Zufluchtsstätte für verfolgte Personen und Familien. -auch noch 1897 im griechisch-türkischen Krieg.
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| Das Kloster wurde Anfang des 20. Jahrhunderts aufgegeben. Fast 20 Jahre lang lebte bis 1971 eine Äbtissin alleine in dem Kloster. |
| 1982 nach einer grundlegenden Sanierung und Restauration durch die archeologische Bezirksbehörde wurde das Kloster wieder belebt. Heute ist es ein Frauenkloster mit 15 meist jungen Nonnen. |
| Unser Übernachtungsziel ist Ioannina. Wir erreichen es schnell über die neue mautpflichtige Autobahn mit vielen Tunneln statt über die alte Passstraße. Zum Baden im See kommen wir heute nicht: Das Wasser ist zu aufgewühlt und zu unsauber. Das Nachtleben in der Studentenstadt Ioannina ist sehr ausgeprägt und es dauert bis in den frühen Morgen bis wir in unserem Auto am Stadtpark Ruhe finden.
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Mittwoch, 7.8.2013 |
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| Wir fahren früh los und nehmen unseren Morgenkaffee bei der historischen Brücke von Arta. |
| Am frühen Nachmittag erreichen wir die Marina Messolonghi, in der seit einiger Zeit die Spirit of Gaia, das Originalschiff des Erfinders der Wharrams, auf bessere Tage wartet. Nachmittags nehmen wir noch ein ausgiebiges Bad in Tourlida am Ende der Lagune von Messolonghi.
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Donnerstag, 8.8.2013 |
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| Vormittags besuchen wir noch Christos, den Freund von Dieter, und dann geht es wieder zurück zum Boot nach Trizonia. Hier im Hafen liegt übrigens seit Jahren ein Zweimaster auf Grund. Der deutsche Eigner ist wohl nicht mehr auffindbar. Jetzt gibt es Pläne, das Wrack zu bergen und als Touristen-Attraktion ans Ufer der Trizonia vorgelagerten kleinen Insel zu schleppen. |
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